In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird der Kanusport populär. Man will sich in der Natur bewegen, das Wasser ist das Element der Kanuten. Als Sportgerät dient das Faltboot. 1930 gründen Leopold Bauer, Hans Franz, Josef Hippeli, Edmund Hoock, Christof Sauerakker, Hedwig Pfeuffer, Philipp Schwind, Max Vierheillig und Josef Will in der Turngemeinde Heidingsfeld die Kanu-Abteilung.

Sie lagern ihre Boote zuerst in der Heidingsfelder Waltherschule, in der ihr Mitglied Philipp Schwind Hausmeister ist.
Kurze Zeit später stellt August Krapf sein Grundstück oberhalb des Bayla-Geländes den Kanuten pachtweise zur Verfügung.
Sie bauen ein Bootshaus, und der Platz wird von den Kanuten als Freizeitgelände und Ausgangspunkt zahlreicher Wanderfahrten - auch in den Kriegsjahren - reichlich genutzt.
In den Nachkriegswirren schützen Männer wie August Krapf die wertvollen Boote vor Zerstörung und Plünderung.
Schon vor 1939 und vor allem während des Krieges maßen die jungen Männer ihre Kräfte mit Vertretern anderer Vereine bei Regatten und fuhren viele Siege heraus. Namen wie Erich Krapf, Fred Sieber, Valentin ("Hamper") Kraft und andere sind noch heute bekannt.


Der Rennsport wird bis heute intensiv betrieben. Die Kanuten der TGW-H fuhren etliche Meistertitel auf nationaler und sogar auf internationaler Ebene ein. In den letzten fünfzig Jahren wurden ca. 100!  Bayerische Meisterschaften,  15 Süddeutsche Meisterschaften, sowie ca. 10 Podiumsplätze bei den Deutschen Meisterschaften für die TGW-H erkämpft. Dazu kommen unzählige Siege und 2. bzw. 3. Plätze bei nationalen Regatten und gute Erfolge bei internationalen Wettkämfen.

 

 

 

 

Große Bedeutung hat der Wandersport. Auf zahllosen deutschen und europäischen Gewässern waren Vertreter der Turngemeinde Würzburg-Heidingsfeld schon auf Vereinsfahrten oder bei privaten Unternehmungen unterwegs. Expeditionen führten einige wagemutige Kanuten ins Zweistromland (bereits in den fünfziger Jahren) und später nach Kanada.
Seit dem Ende der Sechziger Jahre zogen die Kanuten auf ihr Gelände am Wiesenweg um, wo sie sich bis heute daheim fühlen. Mit erheblicher Eigenleistung haben sie dort eine geräumige Bootshalle und in den Jahren 1980 - 1982 einen Kopfbau mit gemütlichen Aufenthaltsräumen und Sanitäreinrichtungen gebaut.
Das rege Abteilungsleben blüht bei den Regatten, beim Training der Rennmannschaft, bei den Gemeinschaftsfahrten auf dem Wasser, zahlreichen geselligen Veranstaltungen und bei den Dienstagabenden am Bootsplatz.

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